Das Motto der Woche:

Männer geht in euch – und bleibt dort!

 

1. Februar. 2023

   
30.10.1668 (Iburg) – 01.02.1705 (Hannover)
Sophie Charlotte
Förderin von Kunst und Wissenschaft

Als 16-jährige heiratete sie den Kurfürsten Friedrich II. von Brandenburg und wurde , als er sich 1701 zum König in Preußen krönte, an seiner Seite Königin.
Sie förderte Tanz, Theater, Musik und Kunst und das gesellschaftliche Leben. Durch sie gelangten die norddeutschen Höfe zu einer ersten Blüte und stiegen in fulminantem Tempo aus ihrer Bedeutungslosigkeit zu europäischem Rang auf.
Sophie Charlotte beriet ihren Mann zudem in Angelegenheiten von Kunst und Wissenschaft. Sie und die leitende Beamtenschaft waren sich einig, dass die Heranbildung einer niveauvollen, europäisch orientierten Künstler- und Kunsthandwerkergemeinde eine wesentliche Voraussetzung zum Ausbau der Residenz nach dem glänzenden Vorbild Ludwigs XIV. und der Stadt Paris sei. Daher setzte sie sich für die Gründung einer Akademie der Künste ein. Die Vorbereitungen zur Einrichtung einer solchen Kunstakademie in Berlin begannen im Jahre 1694; ihre offizielle Stiftung wurde am 11. Juli 1696 feierlich begangen, am Geburtstag des Stifters (König Friedrich I.).
Die preußische Akademie der Künste ist die drittälteste der europäischen Kunstakademien nach den vorbildhaften Gründungen in Rom und Paris.
Die von den Gründern der Akademie verwirklichte Struktur einer Ausbildungs- und zugleich Mitgliederakademie erwies sich bald als außerordentlich fruchtbar. Die Mitglieder standen dem Staat als qualifiziertes Fachgremium zur Verfügung; aus der Mitgliedschaft konnte der eigene Lehrkörper ergänzt und durch Rotation vor Erstarrung bewahrt werden.
Sophie Charlotteinteressierte sich aber nicht nur für Kunst, sie überzeugte ihren Mann auch von der Notwendigkeit, eine Akademie der Wissenschaft zu gründen. Die Gründung der preußischen Akademie der Wissenschaft erfolgte im Jahr 1700, Leibniz wurde ihr erster Präsident.

 
 

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